Bau in Sachsen leidet im 1. Quartal unter Witterung
25.05.2010
„Das sächsische Bauhauptgewerbe musste im ersten Quartal in allen Bausparten hohe Umsatzverluste verkraften, daran konnte bislang auch das Konjunkturpaket II nichts ändern“, so Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt e. V., zu den Märzergebnissen für das Bauhauptgewerbe durch das Statistische Bundesamt.
Fortgesetzter Negativtrend im Umsatz
„Die Bautätigkeit litt im ersten Quartal 2010 unter dem lang anhaltenden und strengen Winter“, so Momberg mit Blick auf die Umsatzentwicklung. Der Gesamtumsatz lag im März 2010 mit 315,6 Mio. Euro um 9,4 Prozent unter dem von März 2009 und setzte damit den Negativtrend der beiden Vormonate fort. Im ersten Quartal 2010 verfehlte der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes in Sachsen das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 12,9 Prozent. Die einzelnen Bausparten verbuchten zum Teil überaus deutliche Umsatzeinbußen. Im Wohnungsbau waren diese im Zeitraum Januar bis März 2010 mit 30,5 Prozent am höchsten, gefolgt vom öffentlichen Bau (-9,3%) und dem sächsischen Wirtschaftsbau (-7,5%).
Nachfrage erhöht sich
Im Monat März wurde eine deutliche Nachfrageerhöhung verzeichnet. Der Gesamtauftragseingang im Bauhauptgewerbe von Sachsen stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,6 Prozent auf 312,2 Mio. Euro. Dies beruhte auf hohen Zuwächsen im Wirtschaftsbau (+30,5% zu März 2009) und im öffentlichen Bau (+28,3%), während die Nachfrage im Wohnungsbau erneut rückläufig war (-15,1%). Im ersten Quartal 2010 erhöhte sich der Gesamtauftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 16,6 Prozent auf 721,1 Mio. Euro. Im Wirtschaftsbau (+34,0%) und im öffentliche Bau (+8,4%) wurde ein deutlich höheres Auftragsaufkommen als 2009 verzeichnet, während im Wohnungsbau das Vorjahresergebnis verfehlt wurde (-15,2%). „Bei der Bewertung der gegenwärtigen Nachfrage muss jedoch der ausgesprochen niedrige Vergleichswert des ersten Quartals 2009 berücksichtig werden, als dem Bau-hauptgewerbe insbesondere im Wirtschaftsbau die Aufträge wegbrachen“, relativierte Momberg das Quartalsergebnis.
Beschäftigung - Arbeitsmarkt
Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe des Freistaates lag im ersten Quartal 2010 bei rund 52.000 und damit auf Vorjahresniveau (+0,4%).
Quelle: Presse-Information 10/2010 des Bauindustrieverbandes Sachsen/ Sachsen-Anhalt e.V.
- Presse-Information 10/2010 (PDF, 105 kB)